08.01.2014

Was für den Verschwörungsneurotiker...





Der New Yorker Künstler Mark Lombardi war bekannt für seine Soziogramme, in denen er politisch-ökonomische Machtstrukturen darstellte. Sein plötzlicher Tod im Jahr 2000 hinterlässt vor allem Misstrauen gegenüber den offiziellen Ermittlungen, aber auch Spekulationen zur kriminalistischen Bedeutsamkeit seines Werks: Ist es wahr, dass sich Mark Lombardi das Leben genommen hat, oder wurde er das Opfer einer Verschwörung? Litt der Künstler unter Verfolgungswahn oder wurde er tatsächlich beschattet? Welche Rolle spielt sein Meisterwerk BCCI in den Ermittlungen des FBI zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001? "Mark Lombardi - Kunst und Konspiration" erkundet mittels der Bilder des Künstlers die Abgründe von Geld und Politik. Lombardi war gierig nach Information. Was er suchte, war und ist jedem zugänglich. Wer beeinflusst politische Entscheidungen? Wie verlaufen die Geldflüsse? Auf kleinen Karteikarten sammelte er sein enormes Wissen - eine Kartographie der Macht. 14.000 solcher Karten hat Lombardi hinterlassen. Sein eigentliches Genie aber lag in der Verknüpfung der Fakten zu einem komplexen Universum, das er in seinen wunderschönen und zugleich beunruhigenden Netzwerk-Diagrammen sichtbar machte. Lombardis Schicksal zeigt, wie viel Macht in Informationen steckt und welche Gefahren sie bergen. Der Dokumentarfilm bietet ein spannendes Künstlerporträt, das erkundet, wie Lombardis Werke entstanden sind und was sie bewirken.

via ARTE+7

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